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Komposter Vergleich & Überblick 2021

Ob Stadtwohnung, Schrebergarten oder Selbstversorgergarten: Bio-Abfälle fallen bei jedem von uns an und müssen richtig entsorgt werden. Mit einem Kompostiersystem schlägst Du zwei Fliegen mit einer Klappe! Stelle aus Deinem Biomüll wertvollen Dünger her und schließe den natürlichen Kreislauf der Natur. Hier erfährst Du alles rund um den besten Komposter, das richtige Kompost Befüllen und findest Antworten auf oft gestellte Fragen!

Produkt
Produktbild
Produktname
Typ

Thermokomposter

Schnellkomposter

Offener Komposter

Schnellkomposter

Offener Komposter

Thermokomposter

Thermokomposter

Thermokomposter

Offener Komposter

Material

Kunststoff

Kunststoff

Metall

Kunststoff

Kunststoff (HDPE-Polyethylene)

Recycling-Kunststoff

Kunststoff

Kunststoff

Holz

Farbe

Dunkelgrün

Grün

Silber

Schwarz-Grün

Schwarz

Grün

Grün

Grün

Natur

Fassungsvermögen

450 l

600 l

keine Angabe

300 l

1050 l

530 l

600 l

420 l

keine Angabe

Aufstellort

Halbschattig

Halbschattig

keine Angabe

Halbschattig

Schattig

Halbschattig

Halbschattig

keine Angabe

Schattig

Kompostentnahme

Klappe

Klappe

Entfernung einer Seitenwand

Klappe

Entfernung einzelner Bretter oder Umsetzung

Klappe

Klappe

Bodenklappen

Entfernung einzelner Bretter

Nagerschutz

Bodengitter

Mit Deckel?

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Das Wichtigste in Kürze

Welcher Komposter der Beste ist, hängt von Faktoren wie Abfall-Art, Menge und der bevorzugten Komposter-Befüllung ab. Offene Komposter können recht achtlos befüllt werden, brauchen aber einmal im Jahr eine gründliche Umsetzung.Thermokomposter vs. Schnellkomposter: Ich zeige Dir, wo der Unterschied liegt und wie Du den besten Komposter findest!
Kompostervergleich
Was machst Du mit Deinem Biomüll? Und mit Deinem Gartenschnitt? Bist Du die überquellende Biotonne leid und suchst nach einer nachhaltigen Alternative?


Ein Gartenkomposter ist ideal, denn damit schlägst Du viele Fliegen mit einer Klappe: 


Du machst aus Deinen Bioabfällen einen wertvollen Dünger. Das spart Dir in doppelter Hinsicht Geld, denn Du kommst mit einer kleineren Biotonne aus und musst keinen Dünger für Deine Pflanzen kaufen. 


Der natürliche Kreislauf der Natur wird geschlossen. Ein gesunder Kompost lädt eine Vielzahl von Bodenbewohnern, Mikroorganismen, Insekten und anderen Nützlingen in Deinen Garten ein. 


Hier erfährst Du, welcher Komposter der Beste für Deine Bedürfnisse ist und wie Du Deinen Schnellkomposter oder Komposthaufen richtig aufsetzt. 


Mit nur wenig Fachwissen kann man leicht guten Humus herstellen - hier zeige ich Dir genau, wie!  

1. Offen, Thermo, Schnell: So findest Du den besten Gartenkomposter

Wer bei Google nach „Komposter kaufen“ sucht, der wird von einem breiten Angebot erschlagen. Es gibt offene Kompostmieten, Schnellkomposter, Thermokomposter, Rollkomposter, Wurmkisten und mit dem Bokashi Eimer sogar einen Komposter für die Küche. 


Bei den Unterschieden und Gemeinsamkeiten der verschiedenen Gartenkomposter durchzusteigen, ist garnicht so einfach. 


In diesem Artikel wollen wir uns auf die gängigsten Varianten konzentrieren: Die offenen Komposter, sowie die Thermo- und Schnellkomposter. 

Sind Thermo- und Schnellkomposter das Gleiche?

Jein. Beide Worte werden oftmals als Synonym füreinander verwendet. 


Kein Wunder, denn beide Komposter funktionieren nach dem gleichen Prinzip: Die dunkel gefärbten Wände und der Deckel halten das Kompostgut zusammen und speichern die Wärme


So geht die Rotte schneller vonstatten als auf einem Komposthaufen. Thermokomposter verfügen jedoch über eine zusätzliche Isolationsschicht im Inneren der Wände. Schnellkomposter haben diese Schicht nicht. Dennoch ist die Funktionsweise gleich. 

Komposter: Vorteile und Nachteile

Die folgende Tabelle zeigt die jeweiligen Komposter Vor- und Nachteile übersichtlich auf:
KriteriumOffener Komposter / Komposthaufen / KompostmieteThermokomposter / SchnellkomposterBokashi Eimer / Küchenkomposter
Wie viel Kompostgut fällt an?Viel, für große Gärten geeignetMittel, für kleine Gärten geeignetFür Wohnungen ohne Garten, mit Balkon
Welche Art Kompostgut fällt an?Viel Rasenschnitt, Heckenschnitt, Laub, KüchenabfälleKüchenabfälle und GartenabfälleKüchenabfälle
Art der VerrottungKaltrotte (Schicht für Schicht)Heißrotte (dank Isolierung)Fermentierung (durch Milchsäurebakterien)
Dauer2-3 Jahre6-8 Monate2-6 Wochen
Umsetzen notwendig?JaNeinNein

Offener Komposter (auch Komposthaufen, Kompostmiete genannt):

Der Komposthaufen ist die günstigste und einfachste Form des Kompostierens. Im Grunde brauchst Du nur ein halbschattiges und geschütztes Plätzchen auf gesundem Gartenboden (praktisch sollte der Standort noch einige weitere Kriterien erfüllen, aber dazu später mehr).


Mit einem offenen Komposter kannst Du dem Komposthaufen eine ansehnliche und praktische Begrenzung geben. Dabei gilt es, auf ausreichende Belüftungsmöglichkeiten zu achten - ansonsten sind Deiner Kreativität keine Grenzen gesetzt. 


In der Praxis hat sich der Bau eines Zwei-Kammer-Systems bewährt, da der offene Kompost von Zeit zu Zeit umgeschichtet werden muss. Auch zum Sammeln und Vorbereiten von Kompostgut ist die zweite Kammer praktisch.   

Offener-Komposter

Schnellkomposter und Thermokomposter:

Schnellkomposter sind dunkel gefärbte Kunststofftonnen, die das Kompostgut zusammen halten. So kann die Rotte deutlich schneller vonstatten gehen (daher der Name), allerdings ist das Fassungsvermögen beschränkt.


Schnellkomposter eignen sich daher für kleine Gärten.   


Durch die Bauweise (Befüllung von oben, Entnahme von unten) wird ein Umschichten quasi unmöglich gemacht. Daher kommt es bei der Befüllung umso mehr darauf an, grobes und feines Kompostgut abwechselnd zu schichten. Es darf zudem auf keinen Fall verdichtet werden! Denn auch im Schnellkomposter ist eine ausreichende Belüftung wichtig, um guten Kompost zu erhalten.  

Thermokomposter und Schnellkomposter werden oft sprachlich und im Handel über einen Kamm geschoren. Dabei ist der Thermokomposter genau genommen eine Weiterentwicklung des Schnellkomposters.


Er enthält eine zusätzliche Isolationsschicht in den Wänden, um die Wärme noch besser zu speichern. Heißere Temperaturen bedeuten schnelleren und sterileren Kompost.   

Komposter für Balkon oder Küche / Bokashi Eimer

Kompostwuermer
Für eine Stadtwohnung mit Balkon bietet sich ein Gartenkomposter natürlich nicht an. Abgesehen vom fehlenden Platz fallen einfach zu wenig organische Abfälle an, um einen Komposthaufen wirklich in Gang zu bringen.


Trotzdem muss man nicht auf das Kompostieren verzichten! 


Eine Möglichkeit, einen Küchenkomposter zu betreiben, ist ein Bokashi Eimer. Dieser ist etwa so groß wie ein normaler Mülleimer und nimmt alles auf, was auch auf den Komposthaufen darf. Der größte Unterschied zum Gartenkomposter liegt im Zersetzungsprozess:  


Im Bokashi Eimer findet keine Rotte, sondern eine Fermentierung statt. Dazu wird der Kompost mit speziellem Bokashi-Ferment geimpft und dann mehrere Wochen geschlossen stehen gelassen. Von Zeit zu Zeit kann der sogenannte Bokashi-Tee abgezapft werden. Das ist eine Flüssigkeit, die beim Fermentieren entsteht und stark verdünnt als Dünger fungiert (und weniger stark verdünnt als Rohrreiniger). Der übrige Kompost aus dem Eimer kann direkt in Beete oder Erde eingearbeitet werden. 


Eine weitere Alternative zum Kompostieren in der Wohnung ist eine Wurmkiste. Mittlerweile gibt es viele verschiedene Modelle, die sich unauffällig und praktisch in die Wohnungseinrichtung integrieren.


Im Inneren der Wurmfarm leben mehrere hundert Kompostwürmer, die sich vom eingefüllten Kompost ernähren. Bei 15 - 20 Grad fühlen sie sich am wohlsten, weshalb eine Wurmkiste perfekt für die Wohnung ist. Durch die Verdauung der Würmer geht die Kompostierung vergleichsweise schnell vonstatten.  

2. Komposter aufstellen: Wo ist der perfekte Standort?

Bei der Wahl des perfekten Komposter Standorts gibt es einige Aspekte zu beachten. Und nicht alle sind biologischer Natur - auch praktische Kriterien sollten eine Rolle spielen. 


Dazu gehört beispielsweise der Laufweg. Einerseits möchte man nicht von der Terrasse aus auf den Kompost schauen - andererseits möchte man nicht täglich (bei Wind und Wetter) mitsamt Biomüll durch den ganzen Garten laufen müssen.

Außerdem sollte der Komposter Standort Platz zum Zerkleinern, Umsetzen und Entnehmen bieten. 


Befindet sich der geplante Platz dicht an der eigenen Grundstücksgrenze, lohnt sich auch ein Blick zu den Nachbarn: Könnte der Kompost stören, weil er in der Nähe zu fremden Terrassen, Sitz- oder Spielplätzen liegt? 


Es gehört sich, dies im Vorwege abzusprechen - auch, um spätere Streitigkeiten zu vermeiden. 


Wie Du siehst, ist das Komposter aufstellen garnicht so einfach! Hast Du diese Aufgabe erfolgreich gemeistert, geht es erst richtig ans Eingemachte: 

Tipp!

Rechtlich gibt es für Komposthaufen oder Schnellkomposter übrigens keine Einschränkungen, da sie nicht als bauliche Einrichtung gelten. Bis zu einem Tagesdurchsatz von 10 Tonnen darfst Du also komplett genehmigungsfrei kompostieren!  
Komposter-was-darf-drauf

3. Komposter richtig anlegen: Was darf rein - und was nicht?

Die Frage an dieser Stelle könnte auch lauten: Umsetzen oder Schichten?


Wer eine offene Kompostmiete, eine Rottebox oder einen einfachen Komposthaufen betreibt, hat die Möglichkeit des sog. Umsetzens. Das bedeutet salopp gesagt: Du nimmst eine Forke und holst das Unterste nach oben und das Innerste nach außen. Daher bieten sich zwei offene Komposter nebeneinander gut an - in diesem Fall kannst Du einfach umschaufeln. Das sollte mindestens einmal im Jahr passieren. Wenn Du Gestank, Fäulnis oder trockene Stellen bemerkst, auch öfter. Verfaultes wird beim Umsetzen natürlich direkt aussortiert.   


Bei einem Schnellkomposter oder Thermokomposter ist das Umsetzen natürlich nicht möglich. Daher kommt es hier auf das Komposter richtig befüllen an: 


Holzhäcksel, Sägespäne oder Rindenmulch bilden die Basis und gehören als erste Schicht hinein.


Anschließend sollte stabileres Kompostgut wie Astschnitt, Heckenschnitt oder Laub mit nährstoffreichem Bioabfall aus der Küche abgewechselt werden. Auch Rasenschnitt zählt zum weicheren Kompostgut und verrottet vergleichsweise schnell.  


Dieses Schichtmodell kann natürlich noch mit Schichten aus fertigem Kompost ergänzt werden, um den Verrottungsprozess schneller in Gang zu bringen. Auch Kalk oder Stickstoffdünger kann bei Bedarf hinzugegeben werden. 

Erlaubt sind folgende Bio-Abfälle:

  • Laub
  • Fauliges Obst und Gemüse, rohe Obst- und Gemüsereste
  • Rasenschnitt (Schichtung beachten und vorher leicht antrocknen lassen)
  • Blumen, Topfpflanzen
  • Schnittgut von Bäumen, Sträuchern und Hecken (zerkleinert)
  • Verbrauchte Blumenerde
komposter-abfaelle

In kleinen Mengen erlaubt:

  • Eierschalen
  • Kaffeesatz und Teebeutel
  • Wildkräuter (ohne Samen)
  • Holzasche, Sägespäne, Sägemehl (von unbehandeltem Holz)
  • Papier, z.B. von Kaffeefiltern (nicht beschichtet oder bedruckt)

Nicht zu empfehlen:

  • Ananas
  • Bananenschalen und Zitrusfrüchte (wg. Pestizidbehandlung)
  • Schnittblumen aus dem Supermarkt (wg. Pestizidbehandlung)
  • Laub von Kastanie, Buche, Eiche, Platanen, Pappel, Walnussbäumen und Kirschlorbeer
Verboten-auf-Komposter

Das darf auf keinen Fall auf den Kompost:

  • Asche
  • Katzenstreu, Kleintierstreu, Pferdemist
  • Bedrucktes Papier
  • Farbreste oder Lacke
  • Gekochte Speisereste, v. a. Nudeln und Teigwaren
  • Glas, Metall, Kunststoffe
  • Fleisch, Fisch, Käse und Knochen
  • Mit Viren oder Pilzen befallene Pflanzen
  • Samentragende Unkräuter
  • Verpackungsmüll
  • Medikamente, Chemikalien, Batterien, Altöl
  • Abgelaufene Lebensmittel
  • Papiertaschentücher
  • Windeln
  • Staub aus dem Staubsauger, Straßendreck
  • Grillkohlereste

4. Komposter pflegen: Die wichtigsten Fragen

Komposter-im-Winter

Was bedeutet "Einen Komposter umsetzen"?

Einmal im Jahr sollte ein offener Kompost gründlich umgesetzt werden. Das bedeutet nicht, ihm einen neuen Standort zu suchen - vielmehr nimmt man eine Forke und schaufelt den Haufen einmal gründlich um. 

Dabei soll eine ordentliche Durchmischung stattfinden, neuer Sauerstoff zugeführt und die Rotte beschleunigt werden. 


Das Umsetzen einer offenen Kompostmiete gestaltet sich besonders einfach, wenn man direkt zwei Rotteboxen nebeneinander errichtet hat. So kann man einfach umschaufeln. 


Wenn der Komposthaufen stinkt, fault oder stellenweise zu trocken ist, sollte ebenfalls eine Umsetzung stattfinden. Währenddessen wird Verfaultes aussortiert und Vertrocknetes befeuchtet. Außerdem ist das Umsetzen eine gute Gelegenheit, um dem Komposthaufen wieder eine schöne Schichtung aus grobem und feinem Material zu geben. Auch Kalk oder Stickstoffdünger können zur Verbesserung des Milieus hinzugegeben werden. 


Bei einem Schnellkomposter oder Thermokomposter ist das Umsetzen aufgrund der Bauweise nicht möglich. Umso wichtiger ist es, von vornherein auf eine sorgfältige Schichtung zu achten! 

Kompost rattensicher machen

Mäuse und Ratten werden vor allem von gekochten Essensresten, Fleisch, Fisch und Knochen angezogen. Ein wichtiger Schritt, um die ungewünschten Gäste fernzuhalten, ist also das richtige Komposter befüllen.


Darüber hinaus haben sich engmaschige Drahtgitter zur Abwehr von Nagern bewährt. Am Boden sollte man das Gitter so dimensionieren, dass es an den Rändern aufgestellt werden kann. Von oben hilft ein Deckel aus Draht, den Nagerbefall zu verhindern.  

Komposter im Winter

Im Winter läuft die Kompostierung aufgrund der Kälte deutlich langsamer ab. Doch das bedeutet keinesfalls Stillstand! Ganz im Gegenteil: Wenn Du Deinen Kompost im Herbst gut vorbereitest, wird er auch in den kalten Monaten rege arbeiten. So hast Du im Frühjahr die perfekte Grundlage für das neue Gartenjahr und musst keinen Kompost neu anlegen.


Es empfiehlt sich, im Herbst Laub, Astschnitt und anderes, grobes Material zu sammeln und an einer geschützten Stelle trocknen zu lassen. Bevor der erste Frost einsetzt, wird der Kompost dann gründlich umgesetzt und mit dem vorbereiteten Gartenabfall vermischt. So entsteht eine gute Belüftung über den Winter hinweg. 


Bei dieser Gelegenheit kann etwas fertige Komposterde entnommen und geschützt eingelagert werden. Im neuen Jahr kann diese als Kompoststarter oder zur Pflanzenanzucht verwendet werden.


Um zu verhindern, dass Schnee und Regen den Kompost aufweichen, sollte er abgedeckt werden. Dazu eignet sich Jute, Kompostvlies oder auch Mulchfolie. Luftdichte Folie ist ungeeignet, da sie die Mikroorganismen ersticken und Fäulnis begünstigen würde.  

Schnellkomposter und Thermokomposter im Winter

Durch die kompakte Bauweise mit Deckel sind Thermokomposter oder Schnellkomposter im Winter besser geschützt als offene Kompostmieten. Auch arbeiten sie deutlich länger nach dem ersten Frost, da die Wärme im Inneren besser gespeichert wird.


Ist die Rotte im Schnellkomposter gut angelaufen, müssen keine aufwändigen Wintervorbereitungen vorgenommen werden. Ein gesunder Kompost sollte die kalte Jahreszeit im Thermokomposter gut überstehen. Natürlich sollte man die üblichen Parameter wie Feuchtigkeit, Fäulnis und den pH-Wert auch über den Winter im Auge behalten und bei Bedarf mit den richtigen Maßnahmen steuern.  

Komposter Dauer: So erkennst Du fertigen Kompost!

Die Frage nach der Komposter Dauer hängt zum Großteil davon ab, wie gut die Rotte im Inneren läuft. Das wiederum hängt von einer Vielzahl weiterer Faktoren ab: dem Kompostgut an sich, der Schichtung, dem Untergrund und nicht zuletzt der Temperatur.


Je besser die Temperatur im Komposthaufen gespeichert wird, desto wohler fühlen sich die Mikroorganismen und desto schneller geht die Rotte vonstatten. 


Für einen offenen Komposter kann man sich an folgenden Richtwerten orientieren:   

Frischkompost

So nennt man den Zustand des Kompostguts nach ca. 6-8 Wochen (bei optimalen Bedingungen). An diesem Punkt ist der höchstmögliche Nährstoffgehalt vorhanden, weshalb sich Frischkompost gut als Dünger eignet. 

Fertigkompost

Das Stadium des Fertigkomposts wird nach ca. fünf bis sechs Monaten erreicht. Nun sind stabile, bodenverbessernde Bestandteile und ursprüngliche, nährstoffreiche Strukturen zu etwa gleichen Teilen vorhanden. 

Reifekompost

Als Reifekompost bezeichnet man gut abgelagerten Kompost, der schon ein bis zwei Jahre verrottet. Er hat ein niedriges Nährstoffniveau, was ihn als Dünger ungeeignet macht. Allerdings wirkt er in Beeten als nachhaltiger Bodenverbesserer

Verrottung: Dauer im Thermokomposter

Wie schon erwähnt, dient die Bauweise eines Schnellkomposters bzw. Thermokomposters der optimalen Verrottung. Wenn diese läuft, kann der Fertigkompost bereits nach sechs bis acht Wochen entnommen werden. Damit sind die Schnellkomposter deutlich flotter als offene Kompostmieten.  

5. Komposter selber bauen: So geht’s

Komposter-selber-bauen
Einen offenen Komposter selber zu bauen, klingt vielleicht schwieriger, als es wirklich ist. Das Selberbauen bietet zudem einige Vorteile gegenüber gekauften Kompostern:


Du kannst Größe, Gestaltung und Materialien frei wählen. So lässt sich die Kompostmiete perfekt an Deine Bedürfnisse anpassen. Außerdem macht das Planen und Bauen viel Spaß, wenn man die nötigen Werkzeuge und etwas Geschick hat. 


Holzkomposter lassen sich im Grunde aus allerlei Restholz bauen. Auch Paletten bieten sich hierfür an, da sie bereits über Lüftungsschlitze verfügen. Selbstgebaute Komposter aus Metall, Zaunelementen oder Draht sind sehr langlebig.


Egal, für welches Baumaterial Du Dich letztendlich entscheidest: Stelle den DIY Komposter nie auf einen versiegelten Untergrund! Pflastersteine, Folie oder Beton versperren den nützlichen Bodenbewohnern den Weg in Deinen Komposthaufen. Die Rotte kommt so nur mühsam oder garnicht in Gang. 


Um Nager abzuhalten, bietet sich ein Bodenschutz (und Deckel) aus Drahtgitter an. 

6. Fazit

Welcher Komposter der Beste für Dich und Deinen Garten ist, hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab: 


Zum Einen spielt die Menge und Art Deiner Bioabfälle eine große Rolle. Zum anderen fallen unterschiedliche Arbeiten bei der Pflege an: 


Ein offener Komposter kann recht achtlos zusammengeschichtet werden, braucht aber mindestens einmal im Jahr eine gründliche Umsetzung. Außerdem dauert die Verrottung länger - auch, weil die Kompostierung im Winter deutlich verlangsamt abläuft. Bevor der Frost kommt, muss ein offener Komposter winterfest gemacht werden. 


Beim Thermo- oder Schnellkomposter entfällt das Umsetzen aufgrund der geschlossenen Bauweise. Umso wichtiger ist es, den Thermokomposter richtig zu befüllen. Fühlen sich die Organismen im Kompost wohl, wirst Du schon nach sechs bis acht Wochen mit tollem Fertigkompost belohnt! 


Thermo- und Schnellkomposter arbeiten auch im Winter. Gut geschützt durch die isolierten Außenwände bleibt die Wärme im Haufen und die Feuchtigkeit draußen. Lediglich das Verhältnis von trockenem Strukturmaterial und feuchten Küchenabfällen sollte im Winter angepasst werden. So wird zu viel Feuchtigkeit und in der Folge Fäulnis vermieden. 


Wer keinen Garten hat, muss übrigens nicht aufs Kompostieren verzichten! Mit Wurmkisten und Bokashi Eimern können Bioabfälle direkt in der Küche zu wertvollem Pflanzendünger verarbeitet werden.