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Sonnencreme Vergleich & Überblick 2020

Produkt
Produktbild
Produktname
Füllmenge

180 ml

250 ml

75 ml

100 ml

200 ml

150 ml

Sonnenschutz Typ

Chemisch

Chemisch

Mineralisch

Mineralisch

Chemisch

Chemisch

Lichtschutzfaktor

30

30

30

30

30

30

Weißeleffekt?

Ohne

Ohne

Leicht

Ohne

Ohne

Ohne

Für Allergiker geeignet?

Fürs Baden im Meer geeignet?

Wasserfest?

Ohne Nanopartikel?

Ohne synthetische Konservierungsstoffe?

Ohne Mikroplastik?

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Das Wichtigste in Kürze

Sonnenschutz gibt es mit zwei Wirkungsweisen: Chemische oder mineralische Filter. Chemische Filter verbinden sich mit der Haut, während mineralische Filter eine darüber liegende Schutzschicht bilden, die die Sonne reflektiert.Welcher Lichtschutzfaktor der Richtige ist, hängt nicht nur vom Hauttyp ab, sondern auch von anderen Faktoren. Dazu zählt beispielsweise der Breitengrad - im Süden hat die Sonne mehr Kraft als im Norden. Sonnencreme für Tattoos: Ich teste drei Sonnencremes von dm und suche den besten Sonnenschutz für Tattoos. Der Testsieger muss strenge Kriterien erfüllen. Beispielsweise darf er der Haut und dem Meer nicht schaden.
Sonnencreme-vergleich

1. Sonnenschutz Test und Vergleich 2020

Endlich Sommer! Nach den dunklen, langen Wintertagen sind die meisten Menschen froh, wenn es endlich Frühling wird! Auf dem Balkon, der Terrasse oder im Park wird jede Gelegenheit genutzt, die ersten wärmenden Sonnenstrahlen zu genießen. 


Vor allem in diesem Jahr, in dem das Coronavirus den größten Teil unseres Alltags und des öffentlichen Lebens lahmgelegt hat, hilft die Sonne dabei, optimistisch zu bleiben. Sie kurbelt die körpereigene Vitamin D-Produktion an und wirkt stimmungsaufhellend. Ein ausgedehnter Spaziergang ist also gerade das Beste, um körperlich und mental gesund zu bleiben. 


Weil die Gefahr, sich einen Sonnenbrand zu holen, leider nicht ausbleibt, haben wir uns auf die Suche nach dem besten Sonnenschutz 2020 gemacht. Dabei liegt der Fokus besonders auf einer guten Sonnencreme für Tattoos - hier haben wir drei Sonnencremes getestet


Doch von vorn: In diesem Artikel erfährst Du, ob Du chemische oder mineralische Sonnencreme kaufen solltest, und ob Sonnencreme verhindert, dass man braun wird. Außerdem haben wir uns angeschaut, welche Sonnencremes dem Meer nicht schaden, nachdem im Januar 2020 das Sonnencreme Verbot auf Palau in Kraft getreten ist.

2. Die beste Sonnencreme: Chemisch oder mineralisch?

Sonnencreme schützt unsere Haut vor dem Verbrennen und verlängert die Zeit, die wir in der Sonne sein können. Dabei gibt es im Wesentlichen zwei Wirkweisen: Chemische und mineralische Filter.  

Sonnencreme mit chemischem Filter

Chemische Filter verbinden sich mit der Haut und bilden mit ihr zusammen einen Schutz - sie wandeln auftreffende UV-Strahlen in Wärmeenergie um


Damit der Schutz zu 100% wirken kann, muss chemischer Sonnenschutz vor dem Sonnenbaden einziehen. Einige Hersteller raten daher, mindestens 30 min zwischen Eincremen und Sonnenbad vergehen zu lassen. 


Das Problem an Sonnencreme mit chemischem Filter: Die verwendeten Inhaltsstoffe können Allergien auslösen, sind hormonell wirksam (und daher für Schwangere und stillende Frauen gefährlich) und schaden unseren Meeren

dm-sundance-test
Konkret handelt es sich um die Stoffe Oxybenzon bzw. Benzophenon, Octinoxat und Octocrylen. Ist einer dieser Stoffe im Sonnenschutz enthalten, sollte die Sonnencreme nicht beim Baden im Meer verwendet oder bei empfindlicher und allergischer Haut eingesetzt werden.
boep-sonnencreme-mineralisch
Mineralischer Sonnenschutz wird oftmals als physikalische Sonnencreme bezeichnet. Die Wirkweise von Sonnencreme mit mineralischem Filter ähnelt der eines Spiegels. Die Partikel in der Creme reflektieren die UV-Strahlen, anstatt sie an die Haut zu lassen. Sie bilden eine Schutzschicht, die über der Haut liegt, anstatt sich mit dieser zu verbinden.


Dick aufgetragen wird jedoch auch das sichtbare Licht reflektiert - die Haut wirkt blass. Aufgrund dieses „Weißeleffektes“ ist mineralische Sonnencreme bei vielen Verbrauchern unbeliebt. Zu unrecht, denn:


Für Allergiker und Menschen mit empfindlicher Haut oder Tätowierungen ist mineralischer Sonnenschutz meist besser verträglich als chemische Sonnencreme.

Damit weder chemische, noch mineralische Sonnencreme auf der Haut sichtbar ist, wird von einigen Herstellern Nanotechnologie eingesetzt. Das bedeutet, dass die Partikel auf eine winzige Größe im Nanometer-Bereich zerkleinert werden. Diese sogenannten Nanopartikel sind allerdings umstritten. Es ist unklar, ob sie durch die Haut in das Gewebe eindringen und sich dort ansammeln können. Zudem sind sie in Klärschlamm nachgewiesen worden, welcher zum Düngen unserer Felder genutzt wird. Somit könnten die Nanopartikel in unsere Nahrung gelangen und somit ebenfalls von uns Menschen aufgenommen werden. 


Nanopartikel werden in chemischer und mineralischer Sonnencreme eingesetzt. Der beste Sonnenschutz verzichtet also nicht nur auf die meeresschädigenden Stoffe Oxybenzon, Octinoxat und Octocrylen, sondern auch auf Nanopartikel


Unser Sonnenschutz Test hat gezeigt, dass es nur wenige Sonnencremes gibt, die diese strengen Kriterien erfüllen. Vor allem Menschen mit empfindlicher und allergischer Haut haben es daher schwer, den besten Sonnenschutz zu finden. Sonnencreme mit chemischem Filter kommt für sie meist gar nicht in Frage. Doch auch tätowierte Haut profitiert von mineralischer Sonnencreme:  

3. Vor- und Nachteile von mineralischer Sonnencreme

Vorteile

  • Frei von allergieauslösenden UV-Filtern
  • Geeignet fürs Baden im Meer
  • UV-Strahlen werden durch Spiegeleffekt blockiert, nicht durch chemische Reaktion
  • Sofortwirkung: Es ist kein Einziehen notwendig
  • Schützt Tattoos effektiv vor Erhitzung und Verblassen der Farbe

Nachteile

  • Dick aufgetragen kann die Haut blass erscheinen
  • Bildet einen spürbaren Schutzfilm auf der Haut

4. Sonnenschutz: Die meistgestellten Fragen

sonnencreme

Verhindert Sonnencreme, dass man braun wird?

Nein! Selbst die beste Sonnencreme, ob chemisch oder mineralisch, hält nie 100% der Sonnenstrahlung ab. Die Sonnenstrahlen, die sich aus UV-A und UV-B Strahlen zusammensetzen, durchdringen Wolken, Wasser, Sonnenschirme und eben auch den besten Sonnenschutz. 


Dabei sind die UVB Strahlen für die Entstehung von Bräune, aber auch von Sonnenbrand verantwortlich. Eingecremte Haut wird zwar etwas langsamer, aber dafür deutlich langanhaltender braun als ungeschützte Haut. 


UVA Strahlen werden für Sonnenallergie, Altersflecken und frühzeitige Hautalterung verantwortlich gemacht. Sie machen 75-95% der Strahlungsmenge aus, und das über das ganze Jahr. Auf unsere Bräune haben sie leider kaum Einfluss


Sonnencreme verhindert nicht, dass man braun wird - sie verhindert langfristige Schäden, die erst Jahre später auftreten. 

Sonnencreme, die dem Meer nicht schadet: Meine Empfehlungen

Die zerstörerische Wirkung von Sonnencreme auf Korallenriffe und Meeresbewohner ist in der letzten Zeit extrem bekannt geworden. 


Ein Hauptgrund dafür ist, dass Hawaii Sonnencreme verboten hat, die Oxybenzon und Octinoxat enthält. Das Gesetz tritt 2021 in Kraft. 


Auch der Inselstaat Palau hat seit Januar 2020 ein Sonnencreme Verbot. Dieses bezieht sich auf die Stoffe Oxybenzon und Octocrylen. 


Sonnencreme, die dem Meer nicht schadet, darf also keinen dieser drei Stoffe Oxybenzon, Octinoxat und Octocrylen enthalten.

korallenriff
Interessanterweise wirbt die aktuelle Nivea Sonnencreme 2020 damit, dass sie dem Hawaii Riffgesetz entspricht. Das tut sie, da sie statt auf die in Hawaii verbotenen Chemikalien auf Octocrylen setzt, welches jedoch in Palau verboten ist. Wer also denkt, dass er mit Nivea Sonnencreme im Meer baden kann, ohne ein schlechtes Gewissen haben zu müssen oder eine Strafe zu riskieren, liegt leider falsch. Gleiches gilt auch für die Hawaiian Tropic Sun Lotion


Rifffreundliche Sonnencreme haben wir im Sonnenschutz Test besonders markiert - Du erkennst sie am grünen Haken in der Vergleichstabelle unter „Fürs Baden im Meer geeignet“. 


Eine meeresfreundliche Alternative zu Sonnencreme ist übrigens UV-Kleidung. Für Surfer, Kiter und Segler, die den ganzen Sommer am Meer verbringen, kann dies eine kostengünstigere Alternative zu mineralischem Sonnenschutz sein. Der beste Sonnenschutz fürs Meer ist zugegebenermaßen nicht gerade billig. Die Sundance Sonnencreme von dm kostet 3,45€ pro 100 ml (Stand April 2020), was bei einem Sonnenbad am Tag rund 4 Tage ausreicht. Mineralische Sonnencreme, beispielsweise von Eco cosmetics oder boep Sonnencreme, sind deutlich teurer.

surfer-sonnenschutz

Was bringt Kokosöl statt Sonnencreme?

Wer sich ungern Chemie auf die Haut schmiert, für den ist Kosmetik selbst herstellen in vielen Fällen eine echte Option. Auch Hausmittel wie Geschirrspültabs und Handspülmittel kann man aus wenigen Zutaten selber anmischen. 


Beim Thema Sonnenschutz gilt dies jedoch nicht. In vielen Blogs und Magazinen wird behauptet, Kokosöl statt Sonnencreme wäre eine tolle Alternative und würde zuverlässig vor Sonnenbrand schützen. Dies stimmt allerdings nicht. 

Kokosöl hat, unterschiedlichen Quellen zufolge, einen Lichtschutzfaktor zwischen 2 und 7. Das bedeutet, dass der natürliche Eigenschutz der Haut um das 2- bis 7-fache verlängert wird. 


Das ist, verglichen mit dem besten Sonnenschutz im Test, extrem wenig. Hinzu kommt, dass der Sonnenschutz von Kokosöl stark von der individuellen Hautbeschaffenheit und Ernährung abhängt. Es kann also keine verlässliche Aussage getroffen werden, dass Kokosöl statt Sonnencreme vor Sonnenbrand schützt. 


Als After Sun Pflege und bei Sonnenbrand ist Kokosöl jedoch wunderbar geeignet. Es hilft den Zellen bei der Regeneration und pflegt die Haut.

5. So findest Du den besten Sonnenschutz

Inhaltsstoffe: Was ist in Sonnencreme drin?

Beim Thema Sonnenschutz gilt: Was gut ist fürs Meer, ist auch gut für Deine Haut. Der beste Sonnenschutz sollte also frei von Oxybenzon, Octinoxat und Octocrylen sein. Abgesehen von ihrer giftigen Wirkung auf Fische, Algen und Korallen sind diese Stoffe auch gesundheitlich bedenklich:
Sonnenschirm
Octocrylen kann Hautreaktionen bei Kindern hervorrufen und ist daher nicht für allergische Haut geeignet.


Octinoxat steht im Verdacht, hormonell wirksam zu sein und sollte daher nicht von Schwangeren und stillenden Frauen benutzt werden. Zudem kann er unter Einfluss von Licht inaktiver werden. 


Oxybenzon begünstigt die Bildung freier Radikale, ist ebenfalls hormonell wirksam und hat zudem ein hohes Hautreizungsrisiko.

Nanopartikel sind ein weiteres umstrittenes Themengebiet im Hinblick auf den besten Sonnenschutz. Es ist nicht vollends geklärt, ob die winzigen Partikel über unsere Haut aufgenommen werden. Gelangen die Nanopartikel in unseren Körper, besteht die Gefahr, dass sie sich ansammeln. Sind Nanopartikel in Sonnencreme enthalten, muss das über den Zusatz „nano“ auf der Zutatenliste gekennzeichnet werden. Zum Glück gibt es eine Reihe guter Sonnencremes ohne Nanopartikel, die wir im Sonnenschutz Test entsprechend gekennzeichnet haben. 


Titandioxid ist ein Sonnenschutz Inhaltsstoff, der im Verdacht steht, krebserregend zu sein, wenn er eingeatmet wird. Er sollte daher nicht in Sonnensprays enthalten sein. In mineralischen Sonnencremes findet Titandioxid als Nanopartikel Verwendung, weshalb wir diese beiden Kriterien im Sonnenschutz Test aufgeführt haben. 

LSF: Der beste Sonnenschutz braucht den richtigen Lichtschutzfaktor

Die Suche nach dem besten Sonnenschutz hört mit der Frage „Chemische oder mineralische Sonnencreme?“ noch lange nicht auf. Auch der Lichtschutzfaktor, abgekürzt mit LSF, muss stimmen, damit die Haut effektiv vor Verbrennung geschützt ist. 


Der Lichtschutzfaktor gibt dabei an, wie viel länger man in der Sonne bleiben kann im Vergleich zur Eigenschutzzeit. Jede Haut verträgt eine gewisse Zeit lang ungeschützte Sonneneinstrahlung. Wie lang diese Zeit ist, hängt vom Hauttyp ab. Bei rothaarigen und blassen Personen sind es nur rund 5 min, bei dunkleren Hauttypen mit dunklen oder schwarzen Haaren sind es ca. 30 min.  

Die Eigenschutzzeit wird mit dem Lichtschutzfaktor multipliziert.

Ich bin beispielsweise Hauttyp 2 und habe daher eine Eigenschutzzeit von 10-20 min. Wenn ich einen Sonnenschutz mit Lichtschutzfaktor 30 benutze, kann ich 300-600 min in der Sonne bleiben.
Finde im Folgenden heraus, welcher Hauttyp Du bist und welcher Sonnenschutz der Beste für Dich ist: 

Hauttyp 1: Blass

Hauttyp 2: Hell

Hauttyp 3: Leicht braun

Hauttyp 4: Braun

Welcher Lichtschutzfaktor der Richtige ist, hängt zwar größtenteils vom Hauttyp ab, aber auch von anderen Faktoren. Beispielsweise muss man sich im Urlaub im Süden, nahe des Äquators, besser schützen als in nördlichen Gegenden. Auch am Wasser, beispielsweise beim Segeln, Kiten, Surfen oder Strandurlaub, wird ein höherer Schutz benötigt. Das Wasser reflektiert die Sonnenstrahlen, weshalb die Gefahr einer Verbrennung erhöht ist. 


Der richtige Lichtschutzfaktor ist also keine einmalige Entscheidung, sondern muss immer wieder anhand der Gegebenheiten angepasst werden. Auch mit dem Alter verändert sich unsere Haut, weshalb Babys und Senioren beispielsweise schneller Sonnenbrand bekommen als junge Erwachsene.

So oft solltest Du Dich eincremen:

Auch wenn es logisch erscheinen mag: Mehrmaliges Eincremen verlängert nicht die Schutzzeit einer Sonnencreme. Es erhält aber den Schutz aufrecht. 


Durch Baden oder das Reiben von Kleidung wird die Sonnencreme abgetragen und der Schutz ist nicht mehr gewährleistet


Deshalb ist es wichtig, beim Aufenthalt in der Sonne gelegentlich nachzucremen. Vor allem nach dem Baden und Abtrocknen sorgt eine frische Schicht Sonnenschutz für sicheres Sonnenbaden. 

sonnencreme-eincremen

6. Sonnencreme für Tattoos: Drei Sonnenschutzmittel im Test

sonnencreme-fuer-tattoos
Ein Sonderfall beim Thema Sonnenschutz ist tätowierte Haut. Wer ein sichtbares Tattoo hat, der weiß, dass dieses im Sommer zwangsläufig der Sonne ausgesetzt ist. Bei Motiven an Dekolleté oder Armen lässt sich das schlicht und einfach nicht vermeiden. 


Im Gegensatz zu Körperstellen, die im Alltag unter einem T-Shirt oder einer Hose verschwinden, sind Tattoos an sichtbaren Stellen ganzjährig der Sonne ausgesetzt. Sie bleichen schneller aus und neigen zu Sonnenbrand


Daher ist die beste Sonnencreme für Tattoos und die Frage „Wann schmiere ich Sonnencreme auf mein Tattoo?“ vor allem für diese sichtbaren Tattoos von Bedeutung. Da ich in diesen Punkten aus eigener Erfahrung spreche, habe ich mich auf die Suche nach der besten Sonnencreme für Tattoos gemacht und einen Tattoo Sonnencreme Test durchgeführt. 


Mein Tattoo Sonnencreme Testsieger soll dabei folgende Kriterien erfüllen:

Verträglichkeit

Meine Haut soll von der Tattoo Sonnencreme geschützt und gepflegt werden - auf Hautirritationen kann ich verzichten. Daher wird jeder einzelne Inhaltsstoff von mir überprüft. Nur unbedenkliche Sonnencreme kann Testsieger werden.

Auch für die Umwelt muss der beste Tattoo Sonnenschutz verträglich sein. Da ich viel im Meer bade, muss sie frei von den korallenbleichenden Chemikalien sein. Wasserfest wäre auch praktisch.

Lichtschutzfaktor

Wenn es um meine Tattoos geht, kann der Lichtschutzfaktor nicht hoch genug sein. Einen Sonnenbrand auf tätowierter Haut will ich unbedingt vermeiden, denn er bleicht die Farben aus und schmerzt ungemein. 

Die Produkte für den Sonnencreme Test 2020 habe ich mit LSF 30 ausgewählt. Das ist für fast alle Hauttypen passend (außer für sehr blasse Menschen vom Hauttyp 1). Deine Tattoos solltest Du immer mit mindestens LSF 30 eincremen.

Handhabung

Neben den Hard Skills wie Inhaltsstoffen und Lichtschutzfaktor gehören noch einige andere Faktoren zu einem echten Testsieger. 


Dazu gehört beispielsweise kein oder nur leichter Weißel-Effekt, ein gutes Hautgefühl beim Eincremen und eine angenehme Duftnote


Die Bewertung dieser Faktoren ist jedoch höchst subjektiv, weshalb meine Einschätzung für Dich goldrichtig oder total daneben sein kann. 


boep Sonnencreme: Mein Sonnencreme Testsieger in (fast) allen Punkten!

Ein schlichtes, einfarbiges Etikett auf einer unauffälligen weißen Tube. Das ist das boep, Kurzform für "Das Babyoel Projekt". Es sind die Produktversprechen und der Preis, die hohe Erwartungen aufkommen lassen:


"Sonnencreme wie sie sein soll


Bei einem Preis von 10,95€ pro 50 ml kann man das allerdings auch erwarten. Schauen wir uns die Details an. 


Laut eigener Aussage ist die boep Sonnencreme nicht nur perfekt geeignet für die ganze Familie, sondern auch entwickelt von einer Ärztin und Mama. Zudem soll sich mineralischer Sonnenschutz ohne Weißel-Effekt in der Tube verbergen. Meine Erwartungen steigen gerade ins Unermessliche. 


Kann die "Sonnencreme, wie sie sein soll" alle Kriterien erfüllen oder verbergen sich doch noch Makel im Kleingedruckten?

boep-test
boep-im-test
Der Check aller Inhaltsstoffe ergibt: Tatsächlich kann man an der boep Sonnencreme nichts aussetzen! Sie ist unbedenklich - nicht nur zur Haut, sondern auch beim Baden im Meer.


Zudem duftet sie nicht nach typischer Sonnencreme, sondern irgendwie nach Zuckerwatte. Ich finde den Duft schwer zu beschreiben, aber sehr angenehm. Beim Verteilen weißelt sie in den ersten Minuten, zieht aber komplett ein und ist dann nicht mehr auf der Haut zu sehen. Auch eine zweite Schicht hinterlässt keinen weißen Film. 


Foto: Frisch mit boep Sonnenmilch eingecremte Haut vs. Haut ohne Sonnencreme. Der weiße Film verschwindet nach ca. 10 min.


Der einzige Wermutstropfen an der Sonnencreme, wie sie sein soll: Bei einem Preis von 10,95€ für 50 ml ist der Slogan "für die ganze Familie" leider eine Utopie - vor allem wenn man bedenkt, dass man bis zu 40 ml braucht, um den ganzen Körper einmal einzucremen. Ich persönlich bin dafür zu geizig und benutze sie eben nur für meine Tattoos. 

Meine Empfehlung lautet: Das boep ist die beste Sonnencreme für Tattoos 2020 - vorausgesetzt, man ist nicht von Kopf bis Fuß tätowiert. Die haut- und meeresfreundliche Rezeptur lässt keine Wünsche offen. Für Allergiker ist eine duftfreie Variante "boep Sensitiv" verfügbar, ebenfalls mit LSF 30. 

dm Sundance Sonnenmilch: Preis-Leistungssieger im Sonnencreme Test!

Die dm Eigenmarke Sundance kommt in einem erfrischend hellgrünen Look daher. Schon auf der Tuben-Vorderseite geht es los mit den Produktversprechen:


- Ohne Octocrylene 

- Ohne Mikroplastik 

- Wasserfest


Auf der Rückseite erfährt man, dass die dm Sonnenmilch vegan ist und die Tube aus mindestens 50% Recyclingplastik besteht. Das klingt für eine chemische Sonnenmilch recht vielversprechend. Mit 4,95€ pro 150 ml ist sie die günstige Sonnencreme im Test


Doch ist sie trotz der chemischen UV Filter zum Baden im Meer geeignet und schafft sie es, sensible und tätowierte Haut zuverlässig zu schützen?


Der Inhaltsstoffe Check bringt eine gute und eine schlechte Nachricht hervor: 

dm-sundance-test

Positiv zu bewerten ist der Verzicht auf die verbotenen UV Filter. Das Baden im Meer ist mit der dm Sundance Sonnenmilch erlaubt

Negativ fallen die Nanopartikel (Tris-Biphenyl Triazine) auf, sowie ein synthetischer Duftstoff, der als leicht bedenklich eingestuft wird (Alpha-Isomethyl Ionone). Schade, vor allem der Duftstoff wäre doch nicht nötig gewesen?


In der Anwendung ist die dm Sonnenmilch angenehm. Sie hinterlässt keinen Film auf der Haut und zieht schnell ein. Ihr Geruch entspricht dem typischen Sonnencreme-Geruch, wie wir ihn alle kennen. 

Die dm Sundance Sonnenmilch ist mit LSF 30 und LSF 50 erhältlich. Mit einem Preis von 4,95€ für 150 ml ist sie die günstige Sonnenmilch im Test


Für mich ist sie der Preis-Leistungssieger im Bereich Sonnencreme für Tattoos. Ihre Inhaltsstoffe überzeugen nicht zu 100%, allerdings hat sie im Vergleich mit anderen konventionellen Sonnencremes immer noch die Nase vorn. Die Anwendung ist im Vergleich mit mineralischen Sonnencremes angenehmer, was jedoch auf die chemischen UV-Filter zurückzuführen ist. 

dm Alverde: Die inneren Werte zählen - oder nicht?

Auf den ersten Blick sieht die dm Alverde Sensitiv Sonnenmilch vielversprechend aus: Zertifizierte Naturkosmetik soll sensible Haut zuverlässig vor UVA- und UVB Strahlen schützen. Wasserfest und mit LSF 30 könnte sie als Tattoo Sonnencreme taugen!


Die Rückseite besteht aus einem Doppel-Etikett, das sich aufklappen lässt. Erst unter dem Deckblatt, das die gesetzlichen Angaben enthält, verbergen sich die Produktversprechen:


- Verzicht auf rein synthetische Duft-, Farb- und Konservierungsstoffe 

- Ohne Inhaltsstoffe auf Mineralölbasis

- Vegan


Mit 7,95€ für 200 ml ist sie deutlich günstiger als der Tattoo Sonnencreme Testsieger. Schauen wir uns an, was die dm Eigenmarke im Test zu bieten hat: Ist es eine Sonnencreme, die dem Meer nicht schadet

alverde-im-test
alverde-auf-der-haut
Der Check der Inhaltsstoffe ergibt: Die alverde Sensitiv Sonnenmilch enthält Titandioxid in Form von Nanopartikeln


Titandioxid steht im Verdacht, krebserregend zu sein, wenn es eingeatmet wird. Die Aufnahme über die Haut gilt als ungefährlich. Nanopartikel in Sonnencremes stehen allerdings in der Kritik, weil sie sich durch die Haut im Gewebe ansammeln könnten. Die Kombination von Titandioxid als Nanopartikel ist also nicht empfehlenswert.


Die chemischen UV-Filter, die wegen der Korallenbleiche gesetzlich verboten sind, sind in der alverde Sensitiv Sonnenmilch nicht enthalten. Man kann damit immerhin bedenkenlos im Meer baden


In der Handhabung gibt es leider den nächsten Minuspunkt: Beim Eincremen bleibt ein gelblicher Film auf der Haut (Foto). Das würde mich persönlich nun garnicht so sehr stören - nur färbt die Sonnencreme sämtliche Textilien gelb, wenn sie sie einmal berührt hat.

Mein Fazit zur alverde Sensitiv Sonnenmilch

Leider kann die dm Naturkosmetik Eigenmarke alverde im Test nicht überzeugen. Sowohl bei den inneren Werten gibt es einen Minuspunkt (Titandioxid als Nanopartikel), als auch bei der Anwendung. 


Flecken sind deutlich zu sehen und nicht mehr zu entfernen, das macht die alverde Sonnenmilch leider ungeeignet für die meisten Alltagssituationen. Preislich liegt sie mit 7,95€ für 200 ml zwar deutlich unter meinem Tattoo Sonnencreme Testsieger boep. Trotzdem ist dieser Preis noch zu hoch für eine Tattoo Sonnenmilch, die Kleidung und Handtücher dauerhaft einfärbt und daher mit größter Vorsicht zu benutzen ist. Schade!

Der beste Sonnenschutz: Mein persönliches Fazit

Den besten Sonnenschutz zu finden, ist gar nicht so leicht. Das Sonnencreme Angebot reicht von günstigen, chemischen Sonnenölen über preiswerte Eigenmarken, z.B. die dm Sonnencreme bis hin zu teuren Naturkosmetik Produkten. 


Doch nicht immer ist teure Sonnencreme auch die Beste. Obwohl wir uns im Falle der boep Sonnencreme größere Packungen und niedrigere Preise wünschen, kann auch die dm Sundance Sonnenmilch überzeugen. Wichtigster Punkt: Das Baden im Meer muss bedenkenlos möglich sein. 


Vom Sonnencreme selber machen raten wir dringend ab. Auch Kokosöl statt Sonnencreme ist keine gute Idee - pflanzliche Öle haben einen sehr niedrigen Lichtschutzfaktor von maximal 7. Das ist absolut nicht ausreichend, um zuverlässig vor Sonnenbrand zu schützen. 


Welche Sonnencreme ist Dein persönlicher Sonnenschutz Testsieger?